Der größte Fehler bei der Mitarbeiterbefragung? Keine durchzuführen!💡

Im ersten Strategie-Gespräch zum Candidate Experience Workshop mit meinem Kunden, einem mittelständischen Unternehmen, kam das Gespräch dann auch auf das Thema Mitarbeiterbefragung. Meines Erachtens ein sehr gutes Tool, um die reale Stimmung im Unternehmen einzufangen.
Alle Beteiligten waren von der Idee begeistert und ich versprach das Unternehmen zu unterstützen. Aber dann! Ca. zwei Wochen später rief mich der Personalleiter an und teilte mir mit, dass es doch keine Mitarbeiterbefragung geben soll. Auf Nachfrage äußerte er sich vorsichtig jedoch war klar, warum diese Entscheidung getroffen wurde. ANGST!

Vielleicht stellst du dir jetzt die Fragen, warum Angst.

Es ist oftmals die Angst der Geschäftsleitung vor der Wahrheit. Es könnte herauskommen, dass die Stimmung und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nicht so gut sind, wie gedacht.
Und was bedeuten diese Ergebnisse? Veränderungen, die vielleicht nicht gewollt sind, denn wir alle fühlen uns sehr wohl in unserer Komfortzone. Warum sollte ich etwas ändern was läuft. Hier wird nicht nur der Finger in die Wunde gelegt, sondern vorher noch Salz drauf gestreut. Jetzt bin ich als Unternehmer:In in der Verpflichtung diese Punkte anzugehen. Ansonsten verliere ich meine Glaubwürdigkeit.

Veränderungen sind wichtig. In jedem Bereich unseres Lebens. Und mal einen Schritt aus seiner Komfortzone zu treten kann auch nicht schaden. Gerade in dieser Zeit mit Fachkräftemangel ist es ratsam, mal die Stimmung im Unternehmen in der Belegschaft abzufragen.
Denn Mitarbeiterbefragungen sind das beste Mittel, wenn man ehrliches Feedback über die aktuelle ungefilterte Stimmung und Zufriedenheit in einzelnen Teams/Abteilungen oder im gesamten Unternehmen einholen möchte. Es bietet die Möglichkeit, Mitarbeitende ans Unternehmen zu binden. Dies ist heute wichtiger denn je. Außerdem hilft es überholte Abläufe oder Schwachstellen zu identifizieren.
Eine professionelle Mitarbeiterbefragung kann gegenseitiges Vertrauen fördern, die Zusammenarbeit verbessern und damit den Unternehmenserfolg spürbar beeinflussen. Wenn wir die Ergebnisse ernst nehmen, die wunden Punkte identifizieren und Maßnahmen ergreifen, profitieren alle – Mitarbeiter, Führungskräfte, Unternehmen und Kunden.
Denn was kann passieren, wenn Arbeitgeber die Meinungen oder Bedürfnisse der eigenen Arbeitnehmer: innen nicht gut kennen? Das ist wie in der Ehe oder in einer Beziehung, man ist schon lange zusammen und glaubt das alles gut ist und man so weitermachen kann. Gefährlich, denn Menschen, Anforderungen, Bedürfnisse und Wünsche verändern sich. Im schlimmsten Fall kommt es zur Scheidung, wenn ich meinem Partner oder meinen Mitarbeitern nicht zuhöre.
Eine ordentliche Feedback-Kultur macht eine gute Führungskultur erst möglich. Mitarbeiter möchten das Gefühl haben, gehört und wahrgenommen zu werden.
Eine Mitarbeiterbefragung ermöglicht es allen im Unternehmen Feedback zu geben und an Veränderungen zu arbeiten. Die Mitarbeitenden können einfach …
• kommunizieren, was sie daran hindert, gute Arbeit zu leisten
• kommunizieren, was derzeit gut läuft und was verbessert werden muss
• Maßnahmen definieren, die zu möglichen spürbaren Verbesserungen führen
Die Ergebnisse einer entsprechenden und auf den Punkt gebrachten Befragung im Unternehmen ermöglicht es, das Engagement der Mitarbeitenden hochzuhalten.
Wie oft solltest Du eine Mitarbeiterumfrage durchführen?
Ungefähr einmal im Jahr, solltest Du Deine Belegschaft befragen, um eventuelle Probleme frühzeitig aufzudecken. Außerdem stärkt es Deine Arbeitgebermarke, denn Du sendest damit eine Botschaft an Deine Mitarbeitenden. Du sagst Ihnen: Du bist uns wichtig und uns interessiert deine Meinung, wir wollen, dass du dich in unserem Unternehmen wohl fühlst. Gerade in der jetzigen Situation mit dem Mangel an Fach- und Führungskräften ist es extrem wichtig, alles dafür zu tun, um seine Mitarbeitenden an das Unternehmen zu binden. Steigere Deine Arbeitgerbermarke, senke die Fluktuationsquote und finden schneller und einfacher neue qualifizierte Mitarbeitende. Eine starke Arbeitgebermarke ist für Top-Kandidaten sehr attraktiv.
Als Fazit kann ich sagen, keine Angst vor einer Mitabeiterbefragung! Selbst wenn Dinge zu Tage treten, die Du oder Deine Geschäftsleitung eigentlich nicht hören wollen, hiermit hast Du die Chance die Unzufriedenheit sozusagen an den Hörnern zu packen und zu ändern. Denn zufriedene Mitarbeitende empfehlen Dich und Dein Unternehmen als Arbeitgeber weiter. Eins noch, eine Mitarbeiterbefragung die anonym beantwortet werden kann, ist um ein Vielfaches Ehrlicher und es nehmen auch mehr Mitarbeitende teil.
In der nächsten Woche geht es darum, worauf Du bei einer Mitarbeiterbefragung achten musst.
Wenn Du schon jetzt Fragen zur Mitarbeiterumfragen hast, melde dich gerne bei mir und ich verspreche, dass ich auf alle Fragen gerne antworte.
Ich hoffe, dass du für dich etwas mitnehmen kannst und vielleicht auch etwas davon umsetzen kannst. Wenn du Fragen zu Mitarbeiterbefragungen hast, dann freue ich mich über eine Mail von dir die ich auch ganz sicher beantworte.