Haben Sie schon dar├╝ber nachgedacht auch neue Mitarbeitende, die bereits 45+ sind, einzustellen? ­čś│

Oder ist das f├╝r Sie ├╝berhaupt kein Thema? M├Âglicherweise weil Sie vielleicht Vorurteile haben? Wie z.B.: sie sind zu teuer, sie sind gesundheitlich nicht mehr auf der H├Âhe, oder sie sind nicht mehr in der Lage neue Dinge zu lernen?
Warum Sie trotzdem dar├╝ber nachdenken sollten, darum geht es in dem heutigen Artikel.
Man kann Menschen, die heute 45 oder ├Ąlter sind, nicht ernsthaft als alt bezeichnen. Klar, es gibt Branchen in denen ist man mit 30 Jahren schon ÔÇÜaltÔÇś. Jedoch hat diese Einstellung nicht mit der Realit├Ąt in unserem Leben zu tun, zumal Diskriminierung aufgrund des Alterns eh verboten ist.
Worum geht es Unternehmen bei der Besetzung einer Position? Darum, dass die fachliche Erfahrung und die Ausbildung passen, und, dass es auch menschlich passt. In vielen Bereichen braucht es Menschen mit viel Erfahrung und der notwendigen Ruhe in hektischen Arbeitsprozessen. Denn Erfahrung und Wissen sind unbezahlbar.
├ältere Mitarbeitende sind meist disziplinierter und bereit, durch ihre Erfahrung, auch Verantwortung zu ├╝bernehmen. Sie sind sehr gut vernetzt und verf├╝gen ├╝ber eine bodenst├Ąndige Lebensweise da die Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Diese Mitarbeitenden bieten Planungssicherheit f├╝r Ihr Unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ├Ąltere Mitarbeitende Ihr Unternehmen nach zwei, drei Jahren wieder verlassen ist ausgesprochen gering. Das Argument mit dem h├Âheren Krankenstand bei ├Ąlteren Mitarbeitenden ist auch bereits durch seri├Âse Studien widerlegt worden.
Die Arbeitswelt der Zukunft wird von den Erfahrungen der ├älteren gepr├Ągt sein. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass das Angebot von qualifizierten Arbeitskr├Ąften sich immer weiter verringert. Stichwort ist der akute Fachkr├Ąftemangel, der sich auch in den kommenden Jahren noch weiter versch├Ąrfen wird.
Es wird auch oft gesagt, dass ├Ąltere Bewerber:innen zu teuer sind. Nat├╝rlich kostet Erfahrung und Knowhow Geld, aber dieses Vorurteil k├Ânnen Sie sofort im Keim ersticken, in dem Sie im Stelleninserat das Gehalt ganz klar kommunizieren. Eine Gehaltsrange eignet sich hier sehr gut. Diese zeigt nicht nur das Mindestgehalt, sondern auch das Maximum, das die erfahrensten und bestqualifizierten Mitarbeitenden erhalten.
Zusammengefasst k├Ânnen Sie f├╝r Ihr Unternehmen von ├Ąlteren Mitarbeitenden nur profitieren. Wenn Sie bisher ├Ąltere Bewerber:innen nicht ber├╝cksichtigt haben machen Sie sich folgendes bewusst: Die Zeiten haben sich ge├Ąndert und Lebenserfahrung, Motivation, Arbeitsbereitschaft, Flexibilit├Ąt sowie gesundheitlicher Zustand von ├älteren sind heute auf einem derart hohen Niveau, dass Unternehmen es sich nur sehr schwer leisten k├Ânnen, auf diese Expert:innen zu verzichten.
Wenn Sie als Unternehmer:In oder Personalverantwortliche/r erst einmal die entsprechenden und positiven Erfahrungen mit ├Ąlteren Mitarbeitern gemacht haben, werden Sie in Zukunft nicht mehr auf diese tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung verzichten wollen. Setzen Sie, falls n├Âtig, die Leistungsanforderungen herab, ohne dass dabei nat├╝rlich ein Nachteil f├╝r Ihr Unternehmen entstehen m├╝sste, und profitieren Sie zuk├╝nftig von altersgemischten Arbeitsgruppen oder auch Jobsharing f├╝r ├ältere.
Die Herausforderungen, die der Fachkr├Ąftemangel bringen wird oder bereits bringt k├Ânnen Sie mit kompetenten ├Ąlteren Mitarbeitern gut l├Âsen.
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Viele Gr├╝├če und einen erfolgreichen Tag. Ihre Andrea Keil